„Ich möchte zeigen, wie vielfältig Ordensleben ist“: Schwester Clarita teilt ihren Klosteralltag bei Instagram
Shownotes
Eine junge Frau, die mit Mitte zwanzig ins Kloster zieht und ihr Leben ganz Gott widmen möchte, ist nicht alltäglich. Schwester Clarita hat das nach ihrem Theologiestudium gemacht. In einer neuen Folge von „RZähl mal“, dem Talkpodcast der Rhein-Zeitung, spricht Schwester Clarita mit Host Nina Borowski über ihren Klosteralltag und auch darüber, wie sich ihr Glaube verändert hat und warum sie auf ihrem Instagram-Account Einblick ins Klosterleben geben möchte.
Schwester Clarita ist ein echtes Schängelchen: sie ist in Koblenz geboren und aufgewachsen. Für ihr Theologiestudium zieht sie nach Freiburg und ist schockverliebt. In Freiburg und den Süden Deutschlands. Ihren Master absolviert sie in Umweltethik in Augsburg. Vor und während des Studiums war sie zweimal auf Zeit in einem Kloster, um zu prüfen, ob das ihr Weg ist. Mit 15 Jahren denkt sie zum ersten Mal über ein Leben im Kloster nach. „Damals fand ich den Gedanken schrecklich. Ich dachte, da hat man nur Regeln und ist eingesperrt“, erzählt die heute 29-Jährige. Das ändert sich, als sie zum zweiten Mal eine Zeit lang im Kloster lebt. „Da habe ich gemerkt, das sind total lustige, humorvolle, normale Frauen und gleichzeitig spielt der Glaube eine ganz wesentlich Rolle“, beschreibt sie. Die junge Frau beschließt, der Ordensgemeinschaft der Dominikanerinnen beizutreten und im Kloster in Arenberg in ihrer Heimatstadt Koblenz zu leben. Im Laufe ihres Noviziats macht sie ihren Instagram-Account öffentlich und gibt Einblicke in ihren Klosteralltag. Denn sie sagt: „So etwas hätte ich mir selbst auch gewünscht.“ Mittlerweile folgen ihr über 25.000 Menschen auf ihrem Account. „Ich habe ein Reel von meinem Noviziat gepostet. Das hat direkt über eine Million Klicks bekommen“, erzählt Clarita. Ein Video von einem gemeinsamen Döneressen mit Mitschwestern beschert den Dominikanerinnen nationales Medieninteresse. Was es damit auf sich hat und wie ihr Klosteralltag aussieht, darüber spricht sie im Podcast.
Jetzt reinhören!
Schwester Clarita gibt auf ihrem Instagram-Account Einblick in ihren Klosteralltag
Alle Podcast-Folgen von "RZähl mal!", dem Talkpodcast der Rhein-Zeitung gibt es unter www.rhein-zeitung.de/rzaehlmal
Weitere Podcast-Formate gibt es unter www.rhein-zeitung.de/podcast
Transkript anzeigen
00:00:00: Ich glaube, es macht natürlich einerseits den Reiz aus.
00:00:03: Dass ich irgendwie mein Leben teile und mich dadurch verletzig mache.
00:00:07: Dass sich Einblicke gebe, dass viele Leute von mir wissen.
00:00:11: Aber ist schon auch wichtig, dass es so eine Grenze gibt oder dass ich Dinge habe, die ich jetzt nicht unbedingt mit der ganzen Welt teile?
00:00:20: Ja!
00:00:29: Hallo und herzlich willkommen zu einer neuen Folge von Erzählmal dem Trock-Podcast der Rheinseitung.
00:00:35: Mein Kollege Christian Mack und ich stellen euch hier spannende Menschen aus dem nördlichen Rheinland-Pfalz vor.
00:00:41: Die Folge heute ist mit mir.
00:00:43: Nina Borowski, mein Gast in dieser Folge ist zumindest bei Instagram keine Unbekannte!
00:00:50: Bei mir im Studio ist heute Schwester Clarita von den Ahrenberger Dominikanerinnen und wir sprechen heute darüber wie es ist als junge Frau in eine Ordensgemeinschaft einzutreten, wie sich ihr Glaube in den letzten Jahren verändert hat und auch darüber, warum es ihr so wichtig ist in ihrem Instagram-Account ihre User mitzunehmen.
00:01:12: Aber erstmal Hallo Clarita!
00:01:13: Herzlich willkommen und schön dass du bei mir bist.
00:01:15: Hallo vielen Dank für die Einladung.
00:01:17: Clarita bevor wir ins Gespräch einsteigen gebe ich unseren Hörerinnen und Hörern noch ein paar Infos zu dir wer du bist woher du kommst Clarita, du bist neunundzwanzig Jahre alt.
00:01:28: Du bist ... ja man kann sagen ein echtes Schängelchen!
00:01:31: Du bist in Kobiens Geboren aufgewachsen und hier zur Schule gegangen?
00:01:35: Du hast mit neunzehn Kloster auf Zeit gemacht und bist da in die Ja-Gemeinschaft eingetaucht bis danach aber erst mal zum Theologiestudium nach Freiburg gezogen.
00:01:46: Und du hast es im Vorgespräch so schön gesagt, du hast dich schockverliebt in Freibur.
00:01:51: Für deinen Master in Umweltetik hat es dich nach Augsburg gezogen und du hast am Ende dieses Studiums gesagt, boah Süddeutschland das wär was.
00:02:00: Das ist richtig schön!
00:02:02: Du bist dann mit fünfundzwanzig Jahren in die Ordensgemeinschaft der Ahrenberger Dominikanerinnen eingetreten aber eben nicht in Süd-Deutschlands sondern in deiner alten Heimat in Koblenz.
00:02:13: Und ja da würde ich gerne mit dir mal genauer hinschauen wie ist das zurück in die Heimat zu kommen?
00:02:20: Aber dann eben in Kloster zu leben.
00:02:23: Ja, spannende Frage!
00:02:24: Also es ist ein bisschen fluch-unsägen zugleich würde ich sagen.
00:02:30: Es war einmal total schön als ich wieder nach Kobjens zurückgezogen bin.
00:02:35: Ich kannte die Gegend und hatte meine Freunde vor Ort, meine Familie.
00:02:41: Das war für mich sehr vertraut und gleichzeitig war es natürlich ein total anderer Kontext, in dem ich gelebt habe eben im Kloster.
00:02:50: Und das war für mich – und ich glaube auch so wie man umfällt dann erstmal eine Zeit des Ausprobierens und auch nicht genau wissen, wie funktioniert das jetzt?
00:02:59: Weil gerade zu die erste Zeit im Klosta da soll man auch eher zurückgezogen sein.
00:03:05: Da geht's darum vor allem am Ort anzukommen, innerlich anzukommend sich mal von den ganzen Beziehungen, die man hat und was man gearbeitet hat sich so bisschen loszulöse.
00:03:15: Und nur zu gucken wer bin ich in dieser Gemeinschaft?
00:03:19: Das war dann doch auch manchmal herausfordernd weil ich ja nicht so genau wusste wie viel Nähe und Distanz ist jetzt möglich.
00:03:27: Ja
00:03:28: das heißt deine Familie fragt kommst du am Sonntag zum Kaffee und du musst mit dir ringen ah mache ich das jetzt oder eigentlich geht es nicht?
00:03:36: Ja so ein bisschen.
00:03:37: also Das Kloster ist ja eigentlich ein hierarchisches System.
00:03:41: Also ich hab dann natürlich immer mit meiner Postulatsleiterin bzw.
00:03:46: Noviceatsleitern gesprochen und wir hatten da jetzt keine klaren Regeln, sie hat mir eigentlich immer so gegeben, guck was dir jetzt irgendwie hilft im Prozess zu bleiben?
00:03:57: Und da habe ich schon auch eine große Freiheit sag' ich mal erlebt.
00:04:03: aber eigentlich ist es mir doch auch wichtig gewesen dass ich eben nicht ständig eben in meinem alten Umfeld so bin.
00:04:10: Weil ... Und das hab ich mir irgendwie auch mal gedacht, oder gesagt dass es für mein Umfeld eigentlich die sollen sich das so vorstellen als wär' ich im Kloster in Bayern einfach so vom dem was ich erlebe dort.
00:04:24: also dass ist sozusagen nicht so ja komm nochmal vorbei sondern dass ich wirklich diese Zeit auch ist für mich ein Geschenk gewesen diese ersten Jahre auch wo man so einen Schutz vielleicht auch hat.
00:04:35: Und das war mir schon auch wichtig, dass ich da in meinem Raum bin und mein Umfeld hat es auch gut akzeptiert.
00:04:43: aber es war natürlich immer ein bisschen ausprobieren und rausfinden.
00:04:49: Du hast im Vorgespräch gesagt, dass das tatsächlich auch in der Gemeinschaft was Besonderes war, dass du aus Koblenz kommst?
00:04:57: Ja!
00:04:57: Das stimmt.
00:04:58: also wir hatten Früher sehr viele Häuser, vor allem auch im Ruhrport und in Berlin.
00:05:05: Also es gibt schon das Schwestern sozusagen die Gemeinschaft in ihrer Heimat kennenlernen aber so direkt.
00:05:13: also diese direkte Nähe, die gab's jetzt noch nicht Und das ist ja gerade für Snobiziat Es gibt ja nur Vizinnen, die haben ihre Familie weiter wegwohnen als ich.
00:05:27: Und das ist da manchmal auch so ein bisschen diese Schwierigkeit in der Gemeinschaft, dass man auch unterschiedliche Regeln vielleicht hat oder unterschiedlich damit umgeht, weil die Umstände einfach anders sind.
00:05:40: Genau.
00:05:40: Glaciedig ist es auch was Total Schönes ne?
00:05:42: Also mein Opa ist sehr ... Weil ich glaub' ich drei Wochen im Klosters mit dem Opa gestorben, konnte ich natürlich dann auch gut zur Beerdigung gehen und so... auch Vorteile sag ich mal.
00:05:56: Ja, aber es ist in der Gemeinschaft dann natürlich auch so ein Lernprozess.
00:06:01: Das kann ich mir vorstellen.
00:06:03: Clarita wie kam's denn überhaupt dazu?
00:06:04: Du warst twenty-fünf, als du in die Ordensgemeinschaft eingetreten bist.
00:06:09: Ich kenne jetzt nicht viele fünfzehn Jahre jährige, die diesen Weg wählen.
00:06:12: was hat dich angetrieben?
00:06:13: warum ist das dein Weg?
00:06:15: Ja, ist eine große Frage.
00:06:17: Ich würde letztlich sagen...in Mit fünfzehn ungefähr angefangen so das Thema Kloster eine Rolle zu spielen.
00:06:26: Und es war ... So ein Prozess, also am Anfang fand ich diesen Gedanken schrecklich.
00:06:32: Also ich dachte, ich will nicht jetzt Kloster und das ist keine schöne Lebensformen.
00:06:37: Man hat da nur Regeln und das eingesperrt.
00:06:39: Ich hatte ganz viele Vorstellungen von einem Klosterleben.
00:06:44: Das war eigentlich erst im Laufe der Zeit... dass ich so gemerkt habe, wie vielfältig Ordensleben ist.
00:06:51: Und das es eine schöne Lebensform ist.
00:06:53: Also ich war dann da, wo ich mich so schockverliebt hab ... Ich sag immer lieber auf den zweiten Blick.
00:06:59: Als ich zum zweiten Mal Kloser-Aufzeit gemacht hab.
00:07:03: Da hab ich so gemerkt, okay, das sind total lustige humorvolle normale Frauen, die das leben und gleichzeitig spielt so der Glaube eine ganz wesentliche Rolle und der Tag ist nach dem Glauben und den Gebetszeiten strukturiert.
00:07:22: Und da kam irgendwie beides zusammen, also einerseits meine Lebenslust, meine Freude an der Welt.
00:07:32: Gleichzeitig hatte ich immer diese tiefe Sehnsucht, was mich eigentlich letztlich so gezogen hat.
00:07:39: War dieses ganz für Gott Leben und mein Leben ... irgendwie ganz dem Glauben widmen.
00:07:47: Und ja, das hat mich irgendwie nicht mehr losgelassen und irgendwann wusste ich... Ich muss es ausprobieren weil dieser Gedanke einfach so präsent war.
00:07:57: Also vom ersten Gedanken bis zum Eintritt waren's halt zehn Jahre und es war auch eine sehr Zeit des Ringens also wo ich immer wieder Irgendwie Angst hatte, gleichzeitig diese Faszination.
00:08:09: Und irgendwann war dann klar so du musst das jetzt einfach ausprobieren und zu gucken was dahinter ist.
00:08:14: Ich find's total spannend dass du auch so Vorurteile hattest.
00:08:19: Das ist ja wirklich so Schubladendenken also weiß ich nicht filmen zusammengesammelt dass du das auch im Vorfeld dachtest und jetzt aber gemerkt hast.
00:08:27: Du hast es gerade so schön gesagt das sind auch ganz normale humorvolle Frauen die dort leben
00:08:32: Ja.
00:08:32: Und das ist eigentlich auch noch deswegen spannend, weil ich ja sehr kirchlich sozialisiert aufgewachsen bin also... Ich kannte auch Ordensfrau und so oder Ordensleute aber irgendwie war dann doch dieses Vorurteil, die sind vielleicht unglücklich oder ganz komisch.
00:08:50: Du hast mir im Vorgespräch erzählt dass du Schon Mitte zwanzig einfach sehr jung bist in dieser Gemeinschaft, wir haben auch darüber gesprochen wie das ist wenn eben so mehrere Generationen aufeinandertreffen.
00:09:03: Wie bist du da reingekommen?
00:09:05: Wie findet man in so einer Gemeinsschaft seinen Platz?
00:09:11: Ich glaube dass es wirklich ein Prozess.
00:09:13: also gerade die ersten Monate Jahre sind auch wirklich dafür da um zu schauen Wie erleb ich mich in dieser Gemeinschaft, blühe ich da auf oder verkümmer' ich?
00:09:25: Mhm.
00:09:25: Ähm ... wie geht es mir da und welche Bedürfnisse hab ich auch?
00:09:31: Da wird wirklich viel Wert draufgelegt, dass wir gut auf uns achten.
00:09:35: Natürlich, ich noch mal besonders als junger Mensch mit viel Energie und viel Kraft.
00:09:40: Wie kann das so ... Auch gelebt werden eben im Rahmen ... Unser Altersdurchschnitt ist ja ... Okay!
00:09:48: Also ... Da wird schon viel drauf geachtet.
00:09:51: Und ich merke aber schon, dass ... Also es sind immer so ein bisschen Wellenbewegungen.
00:09:56: Manchmal nervt's einen total.
00:09:58: Man fühlt sich irgendwie total alleine als unter dreißigjähriger und dann gibt's auch Phasen, wo das gar keine Rolle spielt.
00:10:07: Ich hab aber eigentlich in der Zeit immer erlebt, dass mir total gut geht in der Gemeinschaft.
00:10:12: Dass ich auch viel ausprobieren kann.
00:10:15: Ja also ... Eigentlich ist Ziel so das Ordenslebens auch, dass man mehr Mensch wird.
00:10:21: Wir haben ja eine starke Theologie im grüßlichen Glauben also Gott wird Mensch und das heißt für uns, dass wir irgendwie mehr Menschen werden.
00:10:30: Mehr zu dem Menschenwerden der wir von Gott her gedacht sind.
00:10:35: Und das erlebe ich in der Ordensgemeinschaft schon, dass einem da ganz viel Raum dafür ermöglicht wird.
00:10:41: Magst du da erzählen?
00:10:42: Hast du irgendwas in der Zeit ... An dir selber entdeckt, was dich total überrascht hat?
00:10:50: Überrascht vielleicht nicht.
00:10:52: Aber ich würde vielleicht so sagen wiederentdeckt.
00:10:55: Also das eine ist im Noviziat hatte ich die Aufgabe oder habe ich mir auch gewünscht irgendwie im Garten tätig zu sein und wir haben dann recht schnell nach meiner Einkleidung Schafe bekommen.
00:11:07: Ja, es war total schön!
00:11:09: Und ich war da direkt dabei.
00:11:11: Sie sind sozusagen unsere ... Natürlich ein Rasenmäher.
00:11:14: Oh, schön!
00:11:16: Und die wurden dann sozusagen jede Woche ... Ein Feld weiter und wir haben sehr großes Gelände.
00:11:22: Und dann sozusagen jeder Woche dreimal die Woche einen Feld weiter.
00:11:26: Da hab ich immer geholfen, die Schafe mit umzustellen.
00:11:28: Wir haben irgendwie auch Nachwuchs bekommen.
00:11:31: Also total schön.
00:11:31: Und da hab ich noch mal gemerkt, also ich wollte als Kind Tierärztin werden.
00:11:36: Und so diese Naturverbundenheiten, Tierliebe und auch so dieses mit den Händen, was zu arbeiten.
00:11:43: Das hatte ich jetzt so während der Studienzeit irgendwie logischerweise aus dem Blick verloren.
00:11:51: Und das habe ich total genossen einfach noch mal.
00:11:53: So dieses ganz vielleicht einfache normale Arbeiten.
00:11:57: Das fand ich richtig gut.
00:11:58: Auch diese Tierliebem, die ich da nochmal entdeckt hab.
00:12:04: Und dann würde ich sagen, was vielleicht ein ganz großer Reichtum ist, dass sich mich auch nochmal so mit meiner eigenen Biografie und beim eigenen Geworden sein beschäftigt habe, auch in Bezug auf den Glauben.
00:12:20: Wie sich mein Glaube so verändert hat und da mein Gottesbild und dass ich da auch noch mal einen sehr intensiven Prozess gemacht habe oder auch mit externer Begleitung und so nochmal da gezielt drauf zu schauen hab ich als großes Geschenk erlebt, weil ich in dieser Zeit auch wirklich Zeit dafür hatte mich damit auseinanderzusetzen und das nicht so nebenbei.
00:12:43: Neben Arbeit und was man noch alles zu tun hat sondern wirklich gezielt dafür zu nutzen.
00:12:48: Ja, oh das klingt richtig gut!
00:12:51: Wo du sagst dein Glaube hat sich verändert?
00:12:53: Ich habe mir einen Satz aufgeschrieben aus unserem Vorgespräch.
00:12:55: da hattest du gesagt dass du ... Ja, somit neunzehn so jugendliche Radikalität hat es das du sehr schwarz-weiß gedacht hast und dass das angefangen hat im Studium bereits sich zu verändern.
00:13:07: Magst du da mit mir drauf schauen was genau hat sich verändert?
00:13:10: Und wie ist dein Glaube heute?
00:13:11: Was macht er für dich aus?
00:13:15: Also ich würde sagen... Ich hatte glaube ich eine sehr klare Vorstellung davon wie Gott ist, was Gott von den Menschen will und vielleicht nicht von dem Menschen will.
00:13:25: Und was Gutes oder was Schlechtes?
00:13:27: Ja, schwarz-weiß.
00:13:28: Genau!
00:13:29: Und auch in Bezug auf mein eigenes Leben... Also eben dieser Klostergedanke war für mich glaube ich auch so abschreckend weil ich so dieses Gottesbild hatte.
00:13:37: Gott hat irgendwie einen Plan für mich und ich musste ihn jetzt wie ein Rätsel lösen um das rausfinden, was der für mich gedacht hat.
00:13:45: schreckt natürlich total ab, weil man hat dann ... Ich hatte dann so Vorstellungen.
00:13:49: Was ist wenn ich den falschen Weg wähle und nicht das rausfinde?
00:13:53: Was Gott für mich gedacht hat!
00:13:56: Und was ist, wenn das irgendwie etwas ist, was mir gar nicht gefällt?
00:14:00: Das hatte ich beim Klosterleben direkt als ersten Gedanken.
00:14:03: Es hat sich sozusagen geändert zu einem Bild hin.
00:14:08: Gott will dass ich glücklich bin, dass ich in die Fülle komme Freiheit auch das zu wählen, was mir irgendwie als Mensch entspricht.
00:14:19: Das kann ja eigentlich nur gut sein so und ... Das hatte viel mit dem Gottesbild einfach zu tun, dass sich verändert hat von einem vielleicht so richter strengen Gott hin zu einem ganz freiheitlichen Gottesbild.
00:14:34: Das war zum Beispiel ein Aspekt der sich geändert hat.
00:14:38: Und ich würde sagen die Begegnung mit Menschen.
00:14:41: also man kann Also, wir haben ja in der Theologie auch irgendwie so ... ein Kirchenrecht und einen Katchismus.
00:14:50: Und die Lehre ist irgendwie sehr aufgeschrieben, so?
00:14:54: Mhm.
00:14:55: Die Begegnung mit Menschen hat für mich aber einfach viel verändert, wenn man Geschichten hört.
00:15:02: Wo man dann irgendwie merkt, okay es ist doch nicht so einfach wie man sich das manchmal irgendwie vorstellt.
00:15:07: Und deshalb glaub ich, mich auch sehr weich gemacht, also dass man zwar vielleicht so ein Ideal haben kann, aber das ist halt ... noch lange nicht heißt, dass man das irgendwie immer hundertprozentig leben kann oder lebt.
00:15:22: Das spielt auch für mich jetzt eine Rolle als Ordensfrau.
00:15:25: Da gibt es ja viele Bilder, die man irgendwie so haben kann und was eine Ordensmausstunde zu lassen hat.
00:15:31: Und da versuche ich auch, mich immer wieder davon loszulösen von so einem überzogenen Bild irgendwie.
00:15:39: Mhm!
00:15:41: Ja, und ich würd sagen, dass es ja immer noch so dabei ist.
00:15:44: Also eigentlich ... je mehr ich so vielleicht im Glauben unterwegs bin aber auch die älter ich werde, desto mehr ist irgendwie so.
00:15:57: dieses Geheimnisvolle des Lebens kommt für mich da viel klarer zum Ausdruck.
00:16:03: also das Gott irgendwie mehr Geheimniss wird, dass ich mehr geheimnis bin, dass das Leben einfach sehr weit und kompliziert, aber auch irgendwie brüchig manchmal ist.
00:16:20: Aber dadurch auch besonders spannend.
00:16:23: Ja!
00:16:24: Das finde ich gerade total spannend weil du sagst das wird immer mehr Geheimnis.
00:16:28: Das klingt ja eigentlich so wie ein bisschen eher im Nebel, aber so wie du es sagst bringt das so total viel Klarheit mit sich und das finde ich grade total spannend diese beiden Aspekte zusammen zu haben.
00:16:40: Sind das Dinge, die du für dich, wenn du mit dir alleine in Stille bist nachdenkst?
00:16:47: Oder ist das schon was, wo du auch gerade mit den Älteren in der Gemeinschaft, wo ihr euch austauscht und dann merkst, ah da kommt ein Aspekt.
00:16:55: Wie fügt sich so etwas zusammen für dich?
00:16:59: Ich glaube es ist mehr auch der Austausch mit den Jüngeren also... Es ist tatsächlich manchmal schwer auch mit den älterern so tiefere Themen zu besprechen hab ich den Einzug.
00:17:10: Mit manchen geht das, wenn man ein gutes Verhältnis hat.
00:17:12: aber man kann jetzt nicht mit allen irgendwie so über Gotteserfahrung das so sprechen weil die sind natürlich auch sehr anders geprägt würde ich sagen.
00:17:21: und ich glaube früher in den Noviziaten gab es jetzt auch nicht so viele Reflexionsräume wie wir das haben.
00:17:27: also die ... Man kann das gar nicht mehr vergleichen so wie die alten Schwestern eingetreten sind und wie ich eingetreteten bin.
00:17:33: das sind Welten Ja, aber ich merke so zum Beispiel auch wenn ich ins Gebet gehe.
00:17:44: Dass mein Gebet eigentlich auch viel ... so ... Wortlehrer wird's also dass sich fast gar nicht mehr mit Worten bete sondern mehr ähm ... Mit dem Sein vielleicht oder so in der Gegenwart zu sein und das ich das so im Laufe der Jahre auch ähm ändert und wandelt und ja doch auch mehr so meine eigene ... Reflexion ist.
00:18:09: Und was ja auch schön ist, wir haben im Kloster ja auch viele Möglichkeiten.
00:18:13: So was wie Garze Begleitung also dass man mit jemandem in regelmäßigen Ausständen irgendwie spricht über seine Themen, die man außerhalb der Gemeinschaft, was auch richtig gut
00:18:22: ist.
00:18:23: Wo man dann schon viel in Kontakt auch so mit sich selbst und seinem eigenen Glauben ist und den immer wieder so reflektiert.
00:18:32: Das ist total gut!
00:18:32: Aber das klingt gut?
00:18:33: Ja... Wir haben im Vorfeld darüber gesprochen dass du ja im Kloster einen sehr festen Alltag hast.
00:18:43: Jetzt hast du aber auch da, kann ich sagen so eine kleine Sonderrolle, weil du eben auch mehrere Tage in der Woche in Trier arbeitest?
00:18:53: Wie kam es dazu, dass du diesen Alltag im Kluster lebst, der eben nicht so ganz standardmäßig ist?
00:19:01: Ja also nach dem Noviziat das waren zwei Jahre macht man erste Profess und das heißt, man verspricht öffentlich die drei Gelübde zu leben.
00:19:11: Also Armut Gauhas am Käuscheidt.
00:19:14: Und für ein Jahr eben im Kloster zu leben... ...und dass es so der große Unterschied ist, nach dem Noviceat beginnt man halt die Arbeit.
00:19:23: Und da geht's dann auch darum wie bin ich jetzt eigentlich als Ordensschwester wenn ich arbeite?
00:19:28: Wenn ich draußen bin, wenn ich viel unterwegs bin also wissen die Gegenteilbewegungen.
00:19:33: vielleicht zum Noviceath.
00:19:36: Und bei mir war dann so die Frage ja, was willst du denn irgendwie arbeiten?
00:19:41: Früher waren es sehr klassische Krankenhausorten.
00:19:44: Wir hatten ganz viele Krankenhäuser und die meisten haben da eine Ausbildung gemacht, Krankenschwester auch Stationsleitung manche und dann war es irgendwie klar, man geht in die eigenen Krankenhäuser.
00:19:55: Ja!
00:19:56: Und wir haben jetzt nur noch sehr wenige eigene Werke.
00:20:00: Aber wir haben einmal Kloster Ahrenberg unser Gästehaus Und wir haben in Oberhausen noch ein Altenheim.
00:20:06: Mhm.
00:20:09: Genau, dann war irgendwie so die Frage ... wo ich arbeiten möchte.
00:20:13: und ja, dann ... Ich hab eigentlich erst so ein bisschen zum Thema irgendwie Umwelt tendiert also mit Umweltethik und so und vielleicht auch raus aus dem kirchlichen Bereich.
00:20:26: Ja?
00:20:27: Aber dann habe ich eben eine Stellenanzeige gefunden wo ich jetzt eben arbeite, also beim Deutschen Liturgischen Institut.
00:20:37: Als Projektassistenz ... Es werden zwei liturgische Bücher neu rausgegeben, das Messbuch und das Benediktionale.
00:20:45: Und irgendwie hab mich das so direkt angesprochen.
00:20:47: Ich bin da wirklich zufällig drauf gestoßen.
00:20:51: Ja, weil ich als Theologisch Studentin schon die Liturgiewissenschaft immer ganz spannend fand.
00:20:56: Das war voll mein Ding.
00:20:58: Mhm.
00:20:59: Dann dachte ich so... Tria ist jetzt schon noch in regional, in der Nähe.
00:21:05: Ja!
00:21:07: Und ich versuch's einfach mal schauen was daraus wird und dann haben wir so als Gemeinschaft auch gemeinsam überlegt wie das gut klappen kann.
00:21:15: und da Tria ja schon zweieinhalb Kilometer von Koblenz entfernt ist war dann schon die Lösung dass ich eben drei Tage die Woche dort bin.
00:21:28: Weil das ist eigentlich so das erste Mal, dass eine Schwester außerhalb des Klosters dann auch für ein paar Tage ist.
00:21:35: Ja?
00:21:36: Und also ich war da auch sehr über das Vertrauen berührt was mir hingegebracht wird.
00:21:42: ne?
00:21:42: Das ist so die junge Schwester ... Genau!
00:21:43: Die wird jetzt erst mal alleine da.
00:21:45: Ja
00:21:45: genau.
00:21:46: Also setz schon finde ich ein hohes Vertrauen voraus, dass sich irgendwie die Sache da gutmache, dass ich ja auch irgendwie selbstständig mein Ordensleben gestalten kann außerhalb des Klosters.
00:22:00: Und ich glaube aber auch, dass das eine zukunftsträchtige Entscheidung ist, weil wir zukünftig denke ich öfter so den Fall haben, dass wir eben nicht mehr in unseren eigenen Bereichen und was wir irgendwie haben arbeiten sondern sozusagen außerhalb.
00:22:17: externe Arbeitgeber und eigentlich so ein bisschen normal wie alle anderen Menschen auch ...
00:22:23: Ja?
00:22:24: So arbeiten.
00:22:26: Deswegen finde ich das eigentlich total gut, da schon mal so ein bisschen vorzufühlen.
00:22:32: Ja wir werden ja auch weniger hat die Häuser werden bleiben groß und ist die Frage wie es die Zukunft des Ordenslebens aussieht?
00:22:41: Und ich glaube dass das schon so einen ja so einen Antisan isst von dem was vielleicht mal kommen kann.
00:22:48: Das klingt sehr spannend!
00:22:49: Wie machst du das denn, wenn Du drei Tage in Trier bist und da eben nicht dieser feste Klosteralltag mit den Zeiten ist?
00:22:55: Schaffst du das, dass in Deinem Alltag wirklich so diszipliniert einzubauen und zu sagen jetzt muss ich aber dieses oder jenes?
00:23:02: Nee also okay... Ich habe mich schon ein bisschen miteinander gesetzt.
00:23:10: Sieben oder acht Stunden Arbeiter am Tag, dann schaff ich es natürlich nicht das komplette Stundengebet zu beten.
00:23:16: Und auch so Sachen wie Mittagshoch oder so sind einfach nicht drin und ... Das wird schon noch immer gesagt.
00:23:22: also die Arbeit geht in dem Falle vor weil wir leben davon.
00:23:26: Also das ist ein Teil sozusagen des Gemeinschaftslebens dass man eben arbeitet.
00:23:30: Wir sind keine kontemplativen Schwestern die sich jetzt nur im Gebet widmen sondern wir sind apostolisch und gehen raus.
00:23:37: von daher ja das war auch schon Dominikus Wichtig, der hat nämlich seinen Brüdern damals eine Dispens gegeben.
00:23:44: Also sozusagen eine Genehmigung, dass sie von der Gebetszeit fernbleiben mussten wenn sie die Zeit zum Studium gebraucht haben.
00:23:52: Das ist schon so ein bisschen Tradition geworden, dass man ja also verschiedene Prioritäten eben hat.
00:23:58: Aber was mir schon wichtig ist, dass ich bete.
00:24:01: Also jetzt nicht was sich bete, aber das sich betee und ... Dass ich morgens oder abends, also so ein bisschen wie das im Kloster ja auch die wichtigsten Gebetszeiten sind, die morgens und die abends morgen ein Fitnessabend gebeten.
00:24:12: Dass ich das auch mache.
00:24:14: Ich versuche täglich in die Messe zu gehen.
00:24:17: Das ist ganz gut möglich in so einer Stadt.
00:24:20: Genau.
00:24:20: Und das ist mir eigentlich wichtig, dass mein geistiges Leben weiterhin lebe.
00:24:25: Und ich genieße es tatsächlich, wenn ich dann auch wieder zurückkomme.
00:24:29: Einfach mich einzufügen in diesen Klosteralltag und beides ist irgendwie schön also so das bisschen freier zu leben.
00:24:36: aber auch dieser Tagesablauf und dass es irgendwie klar ist okay wir beten dann und dann.
00:24:43: Also ich finde total schön was ich irgendwie beides in meinem Leben hab.
00:24:46: Ja das klingt nach einer ziemlich tollen Kombination.
00:24:50: Das ist im Vorgespräch erzählt, dass du in Trier da wo du wohnst auch immer wieder mal mit Studenten in Kontakt kommst.
00:24:55: Dann hast du ja wirklich so beides dann auch eben junge Menschen um dich rum im Kloster dann eher die älteren.
00:25:01: das klingt nach einer ziemlich guten Kombi.
00:25:03: Ja es total gut und ich erleb's auch als sehr positiv für mich eben weil ich ja jüngste bin was ich sozusagen auch nochmal ein anderes Beziehungsnetz vielleicht dann auch habe Was ich als sehr bereichernd empfinde, außerhalb des Klosters.
00:25:22: Mit Menschen in Kontakt sein auch mit Gleichaltrigen oder Jüngeren so ...
00:25:26: Ja?
00:25:27: Auf jeden Fall!
00:25:28: Das heißt das ist dann auch erlaubt in deiner trierer Zeit wenn du abends sagst, du gehst mit denen noch mal was trinken.
00:25:35: Joa.
00:25:36: Das klingt doch ziemlich gut.
00:25:39: Find' ich sehr spannend... Clarita, ich hab's im Teaser gesagt.
00:25:44: Dass dich viele vielleicht auch über deinen Insta-Account kennen?
00:25:48: Da würd' ich mit der auf jeden Fall gerne noch mal draufschauen... Was hat dich dazu bewogen zu sagen du machst ein Instagram Account und wenn man da jetzt drauf guckt, machst so das ja nicht für eine Hand vor Leute sondern du hast richtig viele Follower erzählt auch damals!
00:26:03: Ja, das bisschen eskaliert das Projekt.
00:26:05: Ähm genau also als Studentin hatte ich eben auch schon Instagram und auch in der Zeit, wo ich so Ornsinteresse hab.
00:26:16: Und hab da immer ein bisschen geschaut ... Es gab ja verschiedene Closter-Accounts aber... Ich habe mir als junge Frau auf die Suche nach den Berufungen mit Closter Interesse gewünscht, dass es vielleicht jemanden gibt, der einen Blick ins Ordensleben gibt.
00:26:32: Das war meine Hauptmultivation.
00:26:34: Als ich eingetreten bin, hab ich dann die Gemeinschaftskanal übernommen von uns Und ich glaub mir war's einfach wichtig, diesen Einblick zu geben.
00:26:44: Wie wir leben und auch so ... Ja das was ich eben sagt also diese Klischees irgendwie aufzubrechen und auch zu zeigen es ist eine schöne Lebensform.
00:26:53: Wir haben Freude miteinander.
00:26:56: Das war mir glaube ich so das Hauptanliegen.
00:27:00: Dann hatten wir mal ne Noviziazwerkwoche.
00:27:04: Also Noviziat hatten wir auch manchmal treffen mit anderen Novizen und Novizinien aus Deutschland.
00:27:08: Es war auch richtig gut Und da ging's nämlich auch einmal über Social Media.
00:27:13: Und danach hab ich dann meinen privaten Account sozusagen öffentlich gemacht?
00:27:19: Oh, ja!
00:27:20: Und irgendwie fand ich auch das es passte, weil irgendwie spätestens mit der Einkleidung ist man auch irgendwie eine öffentliche Person.
00:27:26: Ja... Genau und ...ja, dann habe ich da einfach weiterhin so Content gemacht und die Zahlen waren dann immer so zwei tausend, dreitausend also so ganz solide.
00:27:40: Und dann hab ich irgendwie einen Reel gepostet, was völlig durch die Decke gegangen ist.
00:27:45: Das war sogar irgendwie ... Ich hab vor meiner ersten Professe so eine einmonatige Instapause gemacht und hab am ersten Tag, als ich wieder auf Instagram gegangen bin, dann dieses Reel gepostet.
00:27:56: Das hat direkt über ne Million Klicks gekauft und total krass.
00:28:01: Dann sind die Teilen noch mal durch die Decke gegangen?
00:28:03: Ja!
00:28:03: Was war das für'n Reel?
00:28:05: Da ging's über manubiziat tatsächlich.
00:28:07: Also es war so ... Da hab ich ein paar Highlights aus Nobiza, so ein paar Videos zusammengeschnitten.
00:28:13: Und eigentlich war die Message, dass ich keinen Tag bereut habe von dieser Zeit und das ist ... Ja echt schön war und ich mich freue auf was jetzt so kommt.
00:28:22: Es hat irgendwie ganz viele gesehen.
00:28:26: Das war total krass dann auch.
00:28:30: Meinst du es ist bei dir auch ein bisschen die Kombi?
00:28:31: Du hast es gerade so schön gesagt Du bist jetzt eine öffentliche Person, weil man's einfach auf den ersten Blick sieht.
00:28:38: Ist es bei dir auch die Kombination das du noch so jung bist?
00:28:41: Also dass die Leute dann zweimal quasi hinschauen und sagen, oh, die ist ja ... Noch so jung!
00:28:47: Das könnte sein.
00:28:48: Wobei ja das Döner-Video... Das auch noch.
00:28:52: Genau, das war
00:28:52: meine nächste Frage gewesen.
00:28:56: Ich glaube grundsätzlich, dass Ordensleute auf Social Media oder Leute, die irgendwie eine Uniform tragen oder irgendwas Besonderes tragen lassen.
00:29:04: Die schon auffallen.
00:29:06: und jetzt ist Kloster natürlich sehr nischig.
00:29:09: also wer trifft ne Ordensfrau irgendwie?
00:29:12: Und ich glaube dass das schon zieht.
00:29:15: Dass ich jung bin könnte eine Rolle spielen.
00:29:17: aber wie gesagt bei dem Dönervideo merkt man ja auch dass auch die älteren Mitschwestern
00:29:20: klicks bekommen.
00:29:20: Das müssen wir erzählen.
00:29:22: was hat es mit dem Dönervideo auf sich?
00:29:25: Ja Also das war so.
00:29:27: Wir waren in Trier Mit ein paar Schwestern auf Ballfahrt und auf der Rückfahrt haben wir bei einem Imbiss gehalten.
00:29:37: Und es war irgendwie schon spät, mit dem das Abendessen im Kloster verpasst.
00:29:41: Wollten dann noch einen Döner essen gehen?
00:29:42: Mhm!
00:29:44: Dann ... hatte eine Schwester gesagt, dass sie nie in ihrem Leben einen Döhner gegessen hat.
00:29:50: Irgendwie dachte ich direkt, wo das musst du filmen.
00:29:52: Das ist so lustig.
00:29:54: Also zum ersten Mal ein Döener isst.
00:29:56: Ja, dann hab ich die Schwester interviewt.
00:29:59: Die Schwester Irmingrad und dieses Video ist irgendwie über Nacht komplett durch den Deckel gegangen.
00:30:06: Das hat mittlerweile über zehn Millionen Klicks?
00:30:09: Oh Wahnsinn!
00:30:11: Und das ist halt auch total süß weil sie hatte sich da noch versprochen.
00:30:14: Also sie hatte gesagt ja, ich bin zweiundachtig, hab mal nie einen Döner gegessen und eigentlich ist sie zweieinneunzig.
00:30:20: Oh Wahnsinn!
00:30:22: Also, das war ein total süßes und spontaner Moment.
00:30:26: Ich glaube, es hat auch diesen Reis des Videos ausgeliehen, aber ... Das ist völlig durch die Decke gegangen!
00:30:30: Und auch international!
00:30:31: Hier waren bei der CNN und in Kroatien so völlig krass... Wow!
00:30:36: Einfach nur Schwester ist zum ersten Mal in ihrem Leben ein Döner.
00:30:39: Oh mein
00:30:39: Gott!
00:30:41: Was hast du in dem Moment gedacht?
00:30:42: Als du gemerkt hast, okay wir sind jetzt hier gerade international mit unserem Dönen, nur weil wir das Abendessen verpasst
00:30:48: hatten?!
00:30:50: Also, es war ... Einerseits war ich schon ein bisschen irritiert.
00:30:54: Ja?
00:30:55: Weil die Nachricht, dass eine Schwestern Döner ist, es ist ja nicht weltbewegend so ... Und gleichzeitig fand ich's auch total irgendwie schön und hab mich auch gefreut weil ich irgendwie so dachte das ist so ne friedliche lustige Nachricht die irgendwie so viel Klicks bringt also... Ich habe mir irgendwie sehr gefreud, dass so ne Ja, so eine schöne Nachricht irgendwie die Runde gemacht hat.
00:31:24: Und ich glaube das dadurch auch viel von dem transportiert wird was ich eigentlich immer transportieren will nämlich dass wir... Also tolle Gemeinschaft sind, dass sie miteinander Spaß haben Freude haben können und dieses Zusammenleben von jung und alt Auch Klischees, ne?
00:31:41: Ich glaube es hat damit auch viel zu
00:31:43: tun
00:31:44: Und das ist eigentlich so durch dieses Dönervideo auch noch mal zum Vorschein gekommen, dass das auch irgendwie die Leute interessiert.
00:31:52: Hast du ... wie hat die zweiundneunzig-Jährige das aufgenommen?
00:31:54: Dass sie so ein viral gegangen ist, wusst ihr überhaupt was da passiert?
00:31:59: Ja ich glaube nicht so richtig!
00:32:02: Ja, die hat mir ein bisschen Leid getan.
00:32:04: Weil viele Medien haben dann auch einen Interview mit ihr und so.
00:32:07: Und sie wusste gar nicht so richtig wie ihr geschieht.
00:32:09: Aber die ist auch eine ganz tolle Liebe Mitschwester und hat dann glaube ich auch ein paar Interviews geführt.
00:32:17: Mhm.
00:32:17: Und was ich bei ihr ganz schön fand, dass sie immer gesagt hat ... Also sie betet jetzt einfach für alle, die dieses Video sehen!
00:32:23: Ach, süß!
00:32:24: Das ist halt so ne Schöne... Also das schätze ich auch bei unseren Mitschwestern sehr.
00:32:28: Die halten irgendwie so das Gebet auch immer am Lauf.
00:32:31: Ja, ja!
00:32:32: Also die sind so beständig irgendwie da und es ist bei ihr finde ich auch so schön dass sie hat eine ganz große Liebe zu den Menschen.
00:32:39: Und die schließt sich jetzt irgendwie alle ins Gebete ein... Das ist total schön!
00:32:44: Total schön!
00:32:47: Wie ist es danach für dich weitergegangen?
00:32:49: Es ist zweimal eskaliert beim Döner dann so richtig und dein Account ist ja mittlerweile echt richtig groß geworden.
00:32:57: Hat das für dich das Posten irgendwie verändert, also überlegst du jetzt anders was du teilst?
00:33:04: Ich glaube nicht.
00:33:06: Also ich gebe weiterhin irgendwie Einblick ins Ordensleben und poste auch irgendwie nur dann wenn ich Lust drauf habe und hab es keinen so Plan weil ich was poste so.
00:33:15: Ja.
00:33:16: Ich mach' das halt immer noch hobbymäßig.
00:33:19: Was mir aber schon auffällt... mich spreche natürlich auch häufig Leute an die mir folgen oder so.
00:33:25: und was mir manchmal so auffellt ist dass Bei dieser großen Zahl einfach, ich sehe halt nur die Zahlen.
00:33:32: Ich seh die Menschen nicht und wenn man sich das mal so bildlich vorstellt, dass sind jetzt glaube ich vierundzwanzigtausend Menschen auf einem Platz wie viele das sind.
00:33:40: Das ist Wahnsinn ja!
00:33:41: Das wird mir manchmal irgendwie erst so bewusst... Ja wie viele das sind, wie viele irgendwie auch Anteile in meinem Leben haben.
00:33:49: Wie viele irgendwie von mir wissen und das merkt man auf Instagram ja eigentlich nicht so wenn man da was postet.
00:33:55: Und dass ist dann schon manchmal ganz spannend oder auch wenn ich irgendwie... Also wenn ich in irgendeinem Ort bin, dann schreiben wir auch oft.
00:34:04: Ja, ich wohne hier und mag so vorbeikommen oder ... Wie lustig!
00:34:07: Man ist halt schon sehr irgendwie so ja einfach öffentlich.
00:34:12: Aber das geht unter den Zahlen manchmal für mich ein bisschen unter.
00:34:16: Und was mir schon auch wichtig ist, ist dadurch eine gewisse Form von Privatsphäre zu wahren.
00:34:24: Ich glaube es macht natürlich einerseits den Reiz aus dass ich irgendwie mein Leben teile, dass ich mich dadurch verletzig mache.
00:34:31: Dass sich Einblicke gebe und viele Leute von mir wissen.
00:34:36: Aber es ist schon auch wichtig, dass es so eine Grenze gibt oder dass ich auch Dinge habe die ich jetzt nicht unbedingt mit der ganzen Welt teile.
00:34:45: Ich denke das hat jeder, oder?
00:34:46: Ja aber man muss es finde ich gut für sich klar haben wo diese Grenzen weil's eben bei Social Media nicht so ... deutlich ist, wie viele Leute jetzt davon mitkriegen.
00:35:01: Wie spielt da die Gemeinschaft mit rein?
00:35:03: Musst du manche Dinge besprechen oder hast du auch da freie Hand und das Vertrauen und du darf es einfach machen weil's auch dein privater Account
00:35:14: frei.
00:35:16: Mir wurde auch gesagt, ich muss jetzt nicht irgendwie zeigen vorher was ich poste und dann bin ich wirklich frei und da wird mir auch das Vertrauen entgegen gebracht.
00:35:24: Es ist eher so dass wenn ich unsicher bin, wenn ich zum Beispiel irgendwas aus der Klausur oder so poste, dass ich dann eher Rückfrage halte kann man das machen?
00:35:32: Oder nicht?
00:35:33: Weil wir ja immer die Gemeinschaft repräsentiert.
00:35:37: Aber mehrere von den jungen Schwestern haben eben auch Accounts Ihr eigenes Profil und wir sind auch alle so ein bisschen unterschiedlich.
00:35:46: Also das ist vielleicht auch das Schöne, dass wir alle auch noch private Accounts haben.
00:35:51: wenn man dann auch sieht wie leben die eigentlich die einzelnen?
00:35:55: Ja
00:35:55: total ja das macht sie dann am Ende auch irgendwie aus.
00:35:59: Du hattest es eingangs auch gesagt, dass du dir in deiner Zeit des Suchens sowas auch gewünscht hättest bekommst du Rückmeldungen, dass jemand sagt Mensch so is das!
00:36:10: Das ist ja ganz anders als ich dachte
00:36:12: Ja, sehr häufig.
00:36:16: Also ich bekomme recht viel Rückmeldung.
00:36:17: also entweder Leute die mir einfach ein positives Heatback geben und sagen Kirche ist so lebendig bei dir und der Einblick und der Glaube und dass das irgendwie in der Content gut gefällt was ganz schön ist, auch wenn Menschen mir schreiben, dass sie dadurch noch mal einen neuen Zugang zum Glauben finden.
00:36:39: Schön ja!
00:36:39: Das ist für mich immer so das Highlight.
00:36:44: Genau und manche schreiben auch... Also gibt es auch manchmal, dass Leute sich wirklich fürs Klosterleben interessieren und dann nochmal nachfragen wie ist das?
00:36:54: Oder ich denke auch darüber nach oder so.
00:36:57: Das gibt's schon auch.
00:36:59: und ja, das finde ich auch total schön.
00:37:02: Und ich glaube schon Also, das ist auch ganz süß.
00:37:05: Manche berichten dann, wenn die irgendwie auf einer Schule waren, wo auch Schwestern waren oder so ... Dann bricht man ja auch ... Ja, ich war da und da auf der Schule und da war das so und so.
00:37:14: Ich bin ja ganz überrascht, dass das hier nicht so ist.
00:37:16: Man tauscht sich aus ein bisschen aus.
00:37:17: Oh schön!
00:37:18: Manche haben vielleicht auch schwierige Erfahrungen mit Schwesten gemacht.
00:37:22: Und so gab es ja auch in der Vergangenheit.
00:37:24: Da kommen ganz viele Resonanzen zusammen.
00:37:28: Mhm.
00:37:29: Wie toll.
00:37:30: Also ist das schon auch so ein bisschen so, so einen Dialog-Ding irgendwie?
00:37:34: Kann man das sagen?
00:37:34: Also digitaler Dialog dann eben?
00:37:36: Ja teilweise!
00:37:38: Also ich bekomme schon viele Nachrichten und versuche immer darauf zu antworten.
00:37:43: Genau aber es Ich würde, also ich begleite jetzt niemanden da seelsorgerisch oder so.
00:37:49: Nee
00:37:49: das geht ja auch in dem Rahmen dann gar nicht, nee.
00:37:51: Aber
00:37:52: es sind so Momente sozusagen des Austauschs.
00:37:55: Ja wie spannend!
00:37:57: Jetzt stelle ich mir natürlich direkt die Frage Wie machst du das?
00:38:00: Dann im Kloster nicht die ganze Zeit mit deinem Handy rumzulaufen.
00:38:03: Das ist eine gute Frage.
00:38:07: Ja ich glaube dass für das Ordensleben eine neue Herausforderung weil digitale Welt macht vor uns natürlich auch nicht Halt.
00:38:15: und Ja, das ist auch so was.
00:38:17: Mir ist es total wichtig da präsent zu sein und gleichzeitig weiß ich wie schwer das auch isst.
00:38:22: also wir... Ich bin diesem Algorithmus auch irgendwie erlegen.
00:38:26: Für alle?
00:38:27: Genau!
00:38:28: Ähm ja und ich hab so ein paar Sachen die ich vielleicht durch den Klosteralltag so eingebaut habe.
00:38:36: Also einmal wenn Gebetzeit iß Wir haben so einen Raum der heißt Mantelraum oder hänger unsere Kormenteln und die Bücher und so.
00:38:43: Und da leg' ich halt immer mein Handy ab wenn ich zur Gebetszeit gehe Weil es auch einfach so ein Gefühl ist, okay ich hab das Handy jetzt nicht in der Tasche.
00:38:51: Wenn ich bete weil es sonst immer in der Tasche ist und das andere ist dass sich eben auch so einen Schlafensmodus drin habe von abends halb zehn bis morgens irgendwie acht oder dreißig.
00:39:06: Dass ich sozusagen vor allem morgens erlebe ich das als sehr hilfreich halt nicht mit Nachrichten in den Tag starten, sondern erst mit der Stille und Gebet.
00:39:16: Und dann irgendwann ploppen an die Nachrichten auf ... Aber das ist was, was mir sehr wichtig ist.
00:39:23: Weil ich schon merke, dass ich auch abgelenkt werde und dass sich das aber eigentlich gar nicht so möchte.
00:39:30: Und da gibt's, glaub ich, darauf gut zu achten... wie man diesen Umgang gestaltet, gerade im Kloster.
00:39:41: Ja?
00:39:42: Aber das klingt gut!
00:39:43: Also ich glaube, man braucht sehr viel Disziplin dafür.
00:39:46: und wie du das grade beschrieben hast wirklich so da jetzt nicht dass man sich selber da eben diesen Rahmen dann steckt um nicht so komplett darin zu versumpfen.
00:39:54: ja und ich würde sagen die GB-Zeiten helfen natürlich auch auf jeden Fall.
00:39:58: also genau ich kann er jetzt nicht irgendwie zwei Stunden versacken weil dann aber klar es gibt das auch in meinem Leben.
00:40:05: also muss ich ehrlich sagen
00:40:08: Nur menschlich.
00:40:11: Ich würde mit dir ganz gerne noch auf deinen jüngsten Post gucken, das finde ich nämlich ganz spannend!
00:40:16: Du hast geschrieben du warst in Berlin und es geht... Ich tiese das nur an und lass dich selber erzählen um ein Denkmal und du hast da ja sehr klar Stellung bezogen.
00:40:29: Warum ist dir auch das wichtig?
00:40:32: Ja, ich hab nur gar nicht geschaut was dieser Post eigentlich ausgelöst hat.
00:40:37: Das war gestern Abend demnach draufgeschaut.
00:40:39: Aber das war für mich auch zum ersten Mal so ein Moment wo ich gedacht habe, ich nutze jetzt meine Reichweite.
00:40:45: Vielleicht holen wir gerade noch aus weil ich es nur angeteasert hab.
00:40:48: also du warst in Berlin und ... Ich war in
00:40:51: Berlin.
00:40:52: Und war da so ein bisschen unterwegs?
00:40:55: Also ich hab irgendwann gehört in Berlin gibt's irgendwie... unglaublich viele Denkmäler an den Nationalsozialismus.
00:41:01: Und man kennt ja immer so das große Hohlekauß-Denkmal, aber ich dachte, ich schaue mir vielleicht mal die Kleinen an und bin dann auf die Güterbahnhöfe gestoßen von wo aus sehr viele Jüdinnen und Juden deportiert wurden.
00:41:15: Ich war eben am Güter Bahnhof Moabit.
00:41:19: Das war der größte Deportationsbahnhof in Berlin zum Nationalsoziellismus über dreißigtausend.
00:41:28: Menschen wurden da deportiert und mich hat erschüttert, irgendwie als ich da war.
00:41:33: Also es war so ein Denkmal zwischen der Schnellstraße, einem Discounter und so einem Kaufhaus also wirklich nischig.
00:41:42: Man muss halt wirklich gezielt hingehen.
00:41:45: Da steuert man jetzt nicht einfach drüber.
00:41:48: Das liegt auch bisschen an der Geschichte weil dieses Denk mal Eigentlich, also dieser Güterbahnhof wurde eigentlich so ein bisschen verdrängt.
00:41:55: Und kam dann erst in den Neunzigern wieder hoch und da ist auch einfach von der Aufarbeitung viel schief gegangen.
00:42:02: aber immerhin es gibt jetzt diesen Denkort seit Jahrzehntausendstiebzehn.
00:42:06: Aber mich hat's dann erschüttert weil dann war halt von diesem Kaufhaus hingen da so einen Plakat irgendwie reduziert alles muss raus.
00:42:13: Oh nein!
00:42:13: Das waren halt diese Sloganen Alles Muss Raus an so einem Bahnhof wo halt deportiert wurde Und mich hat's echt erschüttert.
00:42:22: Ich dachte, wie gehen wir eigentlich mit diesem Erbe um?
00:42:25: Ähm ... Mit ja irgendwie der Geschichte.
00:42:29: und also wie kann man auch irgendwie so taklos sein, dass das nicht auffällt, ne?
00:42:33: Dass es irgendwie ungünstig ist.
00:42:34: Ja!
00:42:35: Und ich meine jetzt, ich hoffe, dass es niemand absichtlich so gemacht hat.
00:42:40: Aber ich finde, das sagt schon viel über die Erinnerungskultur aus wenn wir das nicht bedenken was das für ein Statement ist.
00:42:49: Absolut, ja.
00:42:50: Ja.
00:42:52: Hast du dir, als du diesen Post gemacht hast im Vorfeld besonders Gedanken gemacht?
00:42:56: oder du hast jetzt gerade gesagt, du hast seit gestern Abend noch nicht reingeguckt?
00:43:00: Hast du da auch so ein bisschen gemischte Gefühle wie jetzt die Reaktionen darauf sind weil du grade auch meintest du möchtest deine Reichweite auch für diese Themen nutzen?
00:43:09: Ja ich habe mir schon Gedanken gemacht.
00:43:11: also ich hab jetzt auch das so eine Woche mit mir gehen lassen ob ich das mache oder nicht Und ich hab mir dann aber irgendwie auch gedacht, ja gut.
00:43:18: Wenn das jetzt irgendwelchen Rechtsextremisten nicht gefällt, dann soll die mir ruhig entfolgen.
00:43:23: oder hab ich kein Problem mit?
00:43:24: Ich hab nix zu verlieren.
00:43:25: also ... Ja.
00:43:26: Ich mach das ja nicht weil ich will einfach Einblick in mein Leben geben und wenn's den Leuten nicht gefellt sollen sie entfolge.
00:43:33: Mir macht das nichts, wenn ich da Follower verliere, sag' ich mal so.
00:43:37: Was ich halt nicht hoffe ist dass sich so ne Diskussion darunter entbrennt.
00:43:43: Also... Das ist manchmal schon nervig, diese Kommentarkriege.
00:43:46: Und da hab ich jetzt eigentlich keine Lust drauf und ... Ich wollte es ja auch eher so als Statement nutzen zu sagen, schaut mal wie unsere Erinnerungskultur ist eigentlich?
00:44:00: Ja, und eigentlich war bisher eher nicht so politisch weil ich auch so dachte okay mein Auftrag oder was für mich als Auftrag sie hier ist ein Einblick ins Ornsleben zu geben wie da jetzt besonders kirchenpolitisch sein, noch irgendwie anders politisch.
00:44:15: Und trotzdem ... Also ich hab auch schon mal ... Ich bin Mitglied in der Partei.
00:44:21: In der ÖDP hab ich auch schon gesagt, dass ich Parteimitglied bin und so.
00:44:26: Dass ich wählen gehe, also schon.
00:44:29: Aber es soll nicht mein Hauptfokus sein.
00:44:30: Deswegen fällt dieser Post schon ein bisschen aus dem Rahmen.
00:44:34: Aber ich dachte mir, dass das vielleicht einfach nutze, weil es wichtig finde, darauf aufmerksam zu machen.
00:44:41: finde ich gut und mutig.
00:44:42: Und ich drücke mit die Daumen, dass es eben nicht negativ durch die Decke geht.
00:44:50: Klarita wir haben jetzt über so vieles gesprochen.
00:44:53: Ich würde mit dir ganz gerne noch so einen kleinen Ausblick machen.
00:44:56: das mache ich mit meinen Gesprächspartnern immer ganz gerne.
00:44:58: Wenn du dir was für die Zukunft wünschen dürftest vielleicht bleiben wir bei deinem Ordensleben Was wäre das?
00:45:06: Was würdest du dir wünscht?
00:45:07: Wohin sollte die Entwicklung gehen?
00:45:11: Also was ich mir auf jeden Fall schon wünsche, ist das noch welche Eintreten.
00:45:15: Ja!
00:45:17: Das ist auch schon passiert aber genau es können gerne noch ein paar mehr werden.
00:45:23: und sonst.
00:45:24: also das wünsche ich mir wirklich für mich dass ich in dieser Lebensform irgendwie schon das finde was sich gesucht habe also dass ich da irgendwie glücklich bin ähm, meine Gottesbeziehung vertiefen kann.
00:45:43: Dass ich so dieses Ordensleben als ein Weg für mich entdecke der mich irgendwie frei macht.
00:45:49: Ja!
00:45:50: Ich bin ja immer noch dabei das zu prüfen und ich hab nur keine ewige Profes.
00:45:53: aber eigentlich möchte ich das schon machen und ja hoffe irgendwie dass das mein Lebensweg ist.
00:46:01: Das klingt doch sehr schön.
00:46:03: Ich würde mal vermuten du lässt uns daran teilhaben ob es so
00:46:07: ist
00:46:09: Klarita, wir verlinken dich in den Show-Notes.
00:46:11: Wer dir noch nicht folgt kann es dann darüber tun!
00:46:14: Ich danke dir sehr, dass du uns so viel Einblick gegeben hast in dein Leben und in den Klosteralltag und da einfach mitgenommen hast.
00:46:22: Das hat mir sehr viel Freude gemacht.
00:46:23: Danke, dass Du da warst.
00:46:24: Ja vielen Dank für die Einladung.
00:46:26: Sehr gerne.
00:46:28: Das war Erzählmal der Talk-Podcast der Reinseitung.
00:46:32: Wenn euch die Folge gefallen hat, dann hört auch gerne in all unsere anderen Podcasts rein!
00:46:36: Ihr findet sie unter www.reinminuszeitung.de slash podcast.
Neuer Kommentar