"Bio funktioniert": Michael Ullenbruch setzt im Klostergut Maria Laach auf Ökolandbau

Shownotes

Das Klostergut Maria Laach liegt im größten Naturschutzgebiet in Rheinland-Pfalz. Für Pächter Michael Ullenbruch ist es der schönste Arbeitsort. Warum und wieso ihm die ökologische Landwirtschaft so wichtig ist, erzählt er mit seiner Frau im Podcast.

Für Touristen und auch Einheimische ist der Laacher See ein beliebtes Ziel: Spazierwege, das Kloster, Gastronomie und ein Hofladen locken. Für Michael Ullenbruch ist es Heimat. Der studierte Agraringenieur ist seit 2000 Pächter des Klostergutes Maria Laach und somit verantwortlich für die Landwirtschaft und die Tierhaltung des Betriebes.

Erste Kontakte mit der Landwirtschaft hat er bereits in der Kindheit. Sein Opa hat ihn früh geprägt und in den elterlichen Betrieb in Bell mitgenommen. Der Laacher See war dabei nie weit. Bei einem Praktikum nach dem Abitur lernt Ullenbruch das Klostergut kennen - und lieben. Schon damals wusste er, dass er hier mal arbeiten möchte. Sein Studium der Agrarwissenschaft führt ihn zunächst nach Bonn und Bingen. Die erste Anstellung nimmt er in Wiesbaden an. Doch in Gedanken ist er immer am Laacher See. Dann kommt dieser eine Moment - ein Anruf und die Chance, auf die er die ganze Zeit gewartet hat, ist da. Auf einmal ist Michael Ullenbruch Pächter des Klostergutes. Was ihm direkt klar ist: Er will auf ökologische Landwirtschaft umstellen.

Heute sind es 440 Hektar Fläche, auf denen Ullenbruch ökologischen Ackerbau betreibt. Der Hofladen ist mittlerweile auf über 200 Quadratmeter angewachsen. Seit 2020 ist Jenny Schneider als kreativer Kopf an Ullenbruchs Seite. Auch privat sind beiden ein Team und verheiratet. Gemeinsam entwickeln sie immer wieder neue Ideen und Visionen. Ihr großer Traum ist eine Gesundheits- und Wohlfühlregion rund um den Laacher See. Ausschließlich auf ökologische Landwirtschaft zu setzen und eine engere Zusammenarbeit mit dem Kloster, der Gastronomie und dem Hotel wäre ihre Vision für die Zukunft. „Denn noch näher und regionaler geht es nicht“, sagt Ullenbruch und ergänzt: „Das wäre eine große Vision von uns, die natürlich wachsen muss, aber ich glaube, das wäre ein ganz tolles rundes Konzept. Für uns alle und die Natur an oberster Stelle.“

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